Unser Hof ist der obere Eschweilerhof.

Lange Zeit gehörte der Eschweilerhof zur Gemeinde Kirkel. Seit der Gebiets- und Verwaltungsreform ist er Stadtteil von Neunkirchen.



Historisches über den Eschweilerhof

Den "Eschweilerhof" kannte man schon im Mittelalter. Damals wurde er "Eichweiler Hof" genannt. Um 1696 erhielt der Zuwanderer Nikolaus Weber aus dem Kanton Bern (Schweiz) den Hof zur Bewirtschaftung. Bereits 1701 ging der Hof an zwei Landsleute von Weber über. Beide Siedler, Peter Eichmann und Jakob Schmolzie, errichteten je ein Wohnhaus auf dem Hof. Es gab nun den "oberen" und den "unteren" Eschweilerhof. Als man 1721 den beiden Schweizern den Erbbestand verlängerte, erhöhte man die Pacht und erlaubte den freien Weinschank auf dem Hofe.

Eichmann hat bald den Eschweilerhof mit dem Bliesberger Hof vertauscht. Jakob Brünisholz, ein Schwiegersohn Schmolzies, ersteigerte 1730 den oberen Eschweilerhof um 1.205 Gulden.

Auf dem unteren Eschweilerhof sind ab 1747 Ulrich Lehmann, ab 1787 Georg Valentin Regitz und gleichzeitig auch Jakob Brünisholz als Mithofbeständer nachgewiesen. Durch Einheirat in die Familie Lehmann kam 1810 Balthasar Leibrock aus Limbach auf den Hof. Seine Nachkommen wohnen noch heute da.

Der obere Eschweilerhof wurde nicht aufgeteilt. Er ist auch heute noch in ungeteiltem Besitz. Zunächst blieb er im Mannesstamm der Familie Brünisholz. Um 1780 kam er an Heinrich Knoblauch. Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts erwarb ihn die Familie Schleppi aus Bexbach. Ihre Nachkommen leben noch heute als Erbhofbauern auf dem Hof.

Auszug aus dem Buch von D. Ecker, "Kirkel-Neuhäusel und seine Burg" von 1938